living particles #45
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Kunstverein Bochum 2005  
Eine Installation mit 56 elektronischen Partikeln.

Diese Living Particles Installation basiert auf einer Variante, die im Glaskasten Marl anlässlich des deutschen Klankunstpreises gezeigt wurde. Im Kunstverein Bochum wurde diese Version zum ersten Mal in einer großen Formation und angepasst auf die spezifische akustischen Raumsituation ausgestellt. Sie besteht aus 56 elektronischen Modulen, die waagerecht im Raum hängend, eine rechteckige Fläche bilden. Die Module decken Ihren gesamten Energiebedarf mittels kleiner Solarzellen und generieren minimale Bewegungen und leise, hochfrequente Geräusche. Insgesamt sind über 150 Schwingkreise mit einer Vielzahl von möglichen Schaltverbindungen zu einem großen nervalen Netz verknüpft. Akustische und kinetische Wellenbewegungen wechseln sich dabei ab, beeinflussen sich gegenseitig und durchlaufen die Gesamtinstallation. Die strenge funktionale Grundstruktur der Hängung steht dabei im Gegensatz zu den chaotischen Bewegungsabläufen und den variablen Klangmustern. Der Betrachter sieht sich mit einem autonomen und autistischen System konfrontiert, das relativ unabhängig von seiner Umgebung agiert. Alles was passiert, passiert auch ohne ihn.
Dabei ist die Installation kein Technikmodell zur Simulation von Natur, sondern eine komplexe und sensible Versuchsanordnung zur Schaffung von Bedingungen, in denen sich ein artifizielles, selbstständiges und chaotisches Eigenleben einstellt.

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